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Obwohl die Kirche der Mutter Gottes im Jahr 1558 gegründet wurde, entspricht ihr heutiges Aussehen den Arbeiten, die 1620 von dem malagischen Baumeister Francisco de Lucena an einer alten mittelalterlichen Einsiedelei durchgeführt wurden.

Ein schlichtes Portal im Stil des Manierismus führt in ein geräumiges, kreuzförmiges Kirchenschiff mit Seitenkapellen, das sich um eine hohe, lichtdurchflutete, halbkugelförmige Kuppel gruppiert. Der Hauptaltar wird von einem prächtigen barocken Altarbild im salomonischen Stil dominiert, das José Matías Sánchez nach Entwürfen von Leonardo Antonio de Castro schuf. Ebenfalls bemerkenswert sind die kleineren Altarbilder und eine Sammlung von Skulpturen von großem Interesse, darunter mehrere Pedro de Mena zugeschriebene Darstellungen sowie die Schmerzensmutter, eine 1799 von Blas Molner geschaffene Pietà.

Das Kloster der Franziskanerpatres ist um einen schönen, großen, quadratischen Innenhof angelegt, der von zwei Kreuzgängen gebildet wird, einem oberen und einem unteren. Im unteren Kreuzgang befinden sich Arkaden auf dorischen Säulen, im oberen auf ionischen Säulen. In der Mitte steht ein monumentaler Brunnen mit gemischtlinearem Grundriss und einer barocken Doppelsäule aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Lage