Die Osterwoche nimmt in Alcalá Real bildliche und ästhetische Formen an, die weit entfernt sind von den klassischen Prozessionen mit Heiligenbildern. Ihr Hauptmerkmal ist die Mischung aus Volksfrömmigkeit und lärmendem Volk. Zum Ausdruck kommt dies in Heiligenbildern, die für die Öffentlichkeit schauspielerisch in Szene gesetzt werden. Diese Tradition geht zurück auf die Verschmelzung verschiedener Traditionen: Die Prozessions- und Mysterienspiele, die seit dem XV. Jahrhundert zu Fronleichnam abgehalten wurden, und die Geschichten und festlich-religiösen Aufführungen über die verschiedenen Zünfte der Stadt. In den Kirchen gab es seit Ende des XVI. Jahrhunderts an Gründonnerstag, Weihnachten oder Fronleichnam Aufführungen, in denen es um die Lebens- und Leidensgeschichte und den Tod von Jesus Christus ging. Sie dienten dazu, die katholische Glaubenslehre zu verbreiten.

Heute werden die Aufführungen auf der Straße von zwei Bruderschaften dargeboten. Sie heißen Ecce-Homo y Jesús en la Columna und Penitencia de los Apóstoles de Jesús. Die Ausrufer tragen Trauerkleidung und breitkrempige Hüte mit violettem Band. Ihre Ausrufe haben eine seltsam klingende Sprachmelodie und sind eine Mischung aus Dichtung und Prosa. 

Ein Besuch der Casa Hermandad del EcceHommo y Jesús en la Columna bringt uns die Besonderheiten der Osterwoche von Alcalá la Real näher. In dem Haus gibt es eine Ausstellung mit Figuren und ihren Kleidungsstücken und Masken sowie einen Familienaltar (eine weitere Besonderheit der Volksfrömmigkeit von Alcalá la Real). Außerdem veranschaulichen zahlreiche Fotos diese religiöse Erscheinungsform.

Adresse

Adresse:

C/ Miguel de Cervantes, 71,Alcalá la Real

GPS:

37.461510510445, -3.9262975697343

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